Firmware-Updates bei Meerstetter: Versionierung und Kompatibilität



Zusammenfassung:

Firmware-Updates sind in den meisten Fällen optional. Minor-Updates (z. B. FW v6.00 → FW v6.01) gewährleisten die Kompatibilität und erfordern in der Regel keine Änderungen. Dennoch sollten die Software Release Notes geprüft werden, um die Relevanz der Änderungen für die jeweilige Anwendung zu beurteilen. Major-Updates (z. B. FW v6.00 → FW v6.10) können inkompatible Änderungen mit sich bringen, die eine aktualisierte Configuration/Service Software oder Anpassungen der Anwendung erforderlich machen. Wenn eine bestimmte Firmware-Version benötigt wird, sollte dies bereits im Bestellprozess angegeben werden.

Die wichtigsten Erkenntnisse:

  • Minor-Updates bleiben mit der bestehender Configuration/Service Software kompatibel.
  • Major-Updates können eine aktualisierte Configuration/Service Software oder Anpassungen kundenspezifischer Anwendungen erforderlich machen.
  • Software Release Notes erläutern Änderungen, Kompatibilität und die Relevanz eines Updates. Sie sollten vor einem Update geprüft werden.
  • Neue Firmware-Versionen werden zum Standard, ältere Firmware-Versionen bleiben jedoch in der Regel weiterhin verfügbar.
  • Die benötigte Firmware-Version sollte in Anfragen (RFQs), Angeboten, Bestellungen und Auftragsbestätigungen ausdrücklich angegeben werden.

Inhalte

Firmware-Versionsschema

Die Firmware-Versionen der Produkte von Meerstetter Engineering, einschliesslich TEC Controller und Laserdiodentreiber, folgen einem kompatibilitätsbasierten Versionsschema.

Neue Firmware-Versionen sind für bestehende Projekte in der Regel optional. Ein Update wird typischerweise nur dann in Betracht gezogen, wenn es ein Problem in der Anwendung behebt, relevante neue Funktionen bereitstellt oder wenn es für den Einsatz neuerer Hardware-Revisionen erforderlich ist.

Die folgende Übersicht zeigt, wie sich Minor- und Major-Versionsänderungen auf die Software- und Anwendungskompatibilität auswirken:



Firmware-Versionierung und Kompatibilität: Übersicht der Unterschiede zwischen Minor- und Major-Firmware-Updates. Minor Updates bleiben mit bestehender Service- und Konfigurationssoftware kompatibel und erfordern in der Regel keine Anpassungen an der Anwendung. Major Updates können neue Softwareversionen, Parameteranpassungen oder Änderungen an der Anwendung erforderlich machen. Versionsschema: FW6.01 = Minor Update, FW6.10 = Major Update.


Firmware-Versionen folgen dem Format «FW vX.YY.» Dabei wird zwischen Updates von Minor-Versionen und Major-Versionen unterschieden:

  • Minor-Updates: FW v6.01, FW v6.02
  • Major-Updates: FW v6.10, FW v6.20

Minor-Updates enthalten in der Regel Fehlerkorrekturen und schrittweise Verbesserungen. Major-Updates führen dagegen wesentliche neue Funktionen oder grössere Funktionserweiterungen ein.

Minor-Versionsänderungen

Eine Erhöhung der Minor-Version (z. B. FW v6.00 → FW v6.01) bedeutet, dass die Kompatibilität mit der zugehörigen Configuration/Service Software unverändert bleibt. Typische Gründe hierfür sind kleinere Fehlerkorrekturen oder Optimierungen. Dennoch sollten die Software Release Notes geprüft werden, um die Relevanz der Änderungen für die jeweilige Anwendung zu beurteilen.

Grundsätzlich können Firmware-Updates innerhalb derselben Major-Version mit der bisherigen Version der Configuration/Service Software verwendet werden. Wenn Sie eine eigene Anwendung entwickelt haben, sind in der Regel keine Anpassungen erforderlich, da sowohl der Parametersatz als auch das Kommunikationsprotokoll unverändert bleiben.

Major-Versionsänderungen

Eine Erhöhung der Major-Version (z. B. FW v6.00 → FW v6.10) weist auf eine inkompatible Änderung zwischen Firmware und zugehöriger Configuration/Service Software hin.

Typische Gründe sind Änderungen an:

  • Kommunikationsschnittstellen
  • Parameterdefinitionen
  • Verhaltensweisen, die Auswirkungen auf die Anwendung des Benutzers haben können.

In diesen Fällen ist eine aktualisierte Version der Configuration/Service Software erforderlich.

Der Parametersatz kann sich infolge eines Major-Firmware-Updates ändern. Wenn Sie eine eigene Anwendung entwickelt haben und ein Update auf eine neue Major-Firmware-Version planen, sollten Sie die Software Release Notes sorgfältig prüfen. Eventuell sind Anpassungen an Ihrer Software erforderlich.

Software Release Notes

Zu jeder Firmware-Version werden Software Release Notes veröffentlicht, die die in dieser Version eingeführten Änderungen beschreiben.

Anhand dieser Informationen können Anwender beurteilen:

  • welche Änderungen vorgenommen wurden,
  • ob die Kompatibilität betroffen ist und
  • ob das Update für ihre Anwendung relevant ist.

Benachrichtigungen über neue Firmware-Versionen werden per E-Mail versendet. Abonnieren Sie dazu die «Product Change Notifications» (PCNs) für die von Ihnen gewünschten Produktkategorien.

Firmware-Updates für bestehende Anwendungen

Firmware-Updates werden veröffentlicht, um Fehler zu korrigieren, Leistung zu verbessern und neue Funktionen bereitzustellen. Ob ein Update installiert werden sollte, hängt von den Anforderungen der Anwendung sowie der Relevanz der dokumentierten Änderungen ab.

Um festzustellen, ob eine neuere Firmware-Version für Ihre Anwendung relevant ist, sollten Sie die Software Release Notes und das Änderungsprotokoll prüfen.

Bei bestehenden und validierten Systemen ist eine Aktualisierung der Firmware häufig nicht erforderlich, es sei denn, die neue Version behebt ein relevantes Problem, stellt eine benötigte Funktion bereit oder bietet eine spezifische Verbesserung. Neue Firmware-Versionen erfordern also nicht automatisch eine Aktualisierung bereits eingesetzter Systeme. Bestehende und validierte Systeme können in der Regel weiterhin mit ihrer aktuellen Firmware-Version betrieben werden.

Neue Firmware-Versionen werden zum Standard für Neulieferungen. Geräte können in der Regel weiterhin mit einer früheren Firmware-Version bestellt werden, wenn keine Aktualisierung gewünscht ist. Wird eine bestimmte Firmware-Version benötigt, sollte dies ausdrücklich in RFQs, Offerten, Bestellungen und Auftragsbestätigungen angegeben werden.

Ältere Firmware-Versionen bleiben grundsätzlich verfügbar. Sie sind jedoch möglicherweise nicht mehr mit neueren Hardware-Revisionen kompatibel, die nach der Veröffentlichung der Firmware eingeführt wurden. Dies betrifft in der Regel nur sehr alte Firmware-Versionen.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Nicht unbedingt. Bestehende und validierte Systeme können in der Regel mit ihrer aktuellen Firmware-Version weiterbetrieben werden. Ein Update sollte nur in Betracht gezogen werden, wenn die neuere Version eine relevante Verbesserung bietet, ein Problem behebt oder eine benötigte Funktion ergänzt.

Prüfen Sie die Software Release Notes und das Changelog. Darin sind Fehlerkorrekturen, Verbesserungen, neue Funktionen sowie alle Änderungen mit Auswirkungen auf die Kompatibilität dokumentiert, die in der jeweiligen Firmware-Version eingeführt wurden.

Für neue Firmware-Versionen veröffentlicht Meerstetter Engineering Software Release Notes und versendet Product Change Notifications (PCNs) per E-Mail. Das Abonnieren von PCNs für die relevanten Produktkategorien ist die empfohlene Methode, über Firmware-Updates, Produktänderungen und andere wichtige Mitteilungen informiert zu bleiben.

Ja. Wird eine bestimmte Firmware-Version benötigt, sollte dies eindeutig in RFQs, Offerten, Bestellungen und Auftragsbestätigungen angegeben werden.

Grundsätzlich ja. Ältere Firmware-Versionen bleiben in der Regel verfügbar. Sie sind jedoch möglicherweise nicht mehr mit neueren Hardware-Revisionen kompatibel, die nach der Veröffentlichung der Firmware eingeführt wurden. Bestehende Systeme können in der Regel weiterhin mit ihrer validierten Firmware-Version betrieben werden und benötigen normalerweise keine Firmware-Updates.